Mendelssohn Musikwoche Wengen

Abschlusskonzert

Guarneri Trio Prag
Ivan Klánský, Klavier
Čeněk Pavlík, Violine
Marek Jerie, Violoncello
und
Sao Soulez Larivière, Viola

Nach 39 Jahren in ursprünglicher Besetzung begeistert die un übertreffliche Mischung aus künstlerischer Reife und Ausdrucks kraft, die das Guarneri Trio Prag durch seine langjährige musikalische Zusammenarbeit erlangt hat, immer wieder von neuem und ist die erfolgversprechende Voraussetzung für ein weiteres bedeutendes Zusammenwirken. Sào Soulez Larivière baut sich schnell eine blühende Karriere als vielseitiger Bratschist auf. Er fasziniert das Publikum mit seinem Spiel und seiner originellen Programmierung und bemüht sich, die Zugänglichkeit und Wahrnehmung klassischer Musik zu erweitern. Eine Reihe jüngster Wettbewerbserfolge haben seine internatio nale Karriere vorangetrieben, so gewann er den 1. Preis bei der Prague Spring International Competition sowie Hauptpreise bei den Wettbewerben von Tokio, Oskar Nedbal, Max Rostal, Cecil Aronowitz und Johannes Brahms.

Programm:
Ludwig van Beethoven (1770 – 1827) Trio
B-Dur op. 97 «Erzherzog»
Allegro moderato
Scherzo. Allegro
Andante cantabile, ma però con moto
Allegro moderato
*****
Robert Schumann (1810 – 1856)
Klavierquartett
Es-Dur op. 47
Sostenuto assai – Allegro ma
non troppo
Scherzo. Molto vivace
Andante cantabile
Finale. Vivace

Erzherzog Rudolf, seit 1804 Ludwig van Beethovens Klavier schüler und späterer Freund und Gönner, ist u.a. Widmungs träger des Klaviertrios B-Dur op. 97, das bis heute den Beinamen «Erzherzogtrio» trägt. Hier in seinem von sinfonischer Dimen sion geprägten letzten Klaviertrio lässt Beethoven, der geniale Meister, die gesangliche Melodik seiner neueren sinfonischen Werke einfliessen und erreicht damit überraschende Effekte. Die Komposition verbindet in genialer Weise seine im Genre Klavier trio gemachten Erfahrungen und Fortschritte. Robert Schumannkomponierte bis 1839 vor allem Klaviermusik. 1840, im Jahr seiner Eheschliessung mit Clara Wieck, die er nur dank einem positiven gerichtlichen Entscheid gegen den Widerstand des Vaters ehelichen durfte, entstand annähernd die Hälfte seines gesamten Lied-Schaffens. Nach dem intensiven Auseinandersetzen mit diesem Genre wandte er sich 1842 ganz der Kammermusik zu. Wie er aussagte, wollte er künftig nur noch Kammer musik mit Klavier schreiben, damit Clara immer dabei sein konnte. Zu Beginn jedoch komponierte er in dichter Folge drei Streichquartette op. 41, gefolgt vom Klavier quintett op. 44. Als letztes bedeutendes Werk entstand sein einziges Klavierquartett in Es-Dur op. 47. In nur fünf Wochen gelang ihm dieses Meisterwerk, das mit seiner überwältigenden musikalischen und emotiona len Ausdruckskraft zu den absoluten Höhepunkten im Schaffen des Komponisten zählt. Die Erstaufführung im Gewandhaus Leipzig mit Clara Schumann am Klavier fand erst zwei Jahre nach Vollendung des Werkes statt, am 8. Dezember 1844. In der dazwischen liegenden Zeit wurde das Klavierquartett jedoch merhrmals bei privaten Konzerten aufgeführt und danach revidiert. Felix Mendelssohn hatte bei diesen «Verbesserungen» einen beachtlichen Einfluss.

Info: www.guarneritrioprague.com 

Mendelssohn Musikwoche Wengen

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CH-3823 Wengen

Tel. +41 33 856 85 85

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